Geduld in der Krise


Nehmen wir einmal an, Sie haben eines dieser „todsicheren“ Investments getätigt, bei dem eigentlich nichts schiefgehen konnte. Und nun sind Sie damit 10% im Minus und die Kurse fallen steil weiter. Oder Sie stellen fest, daß die neu hinzugekommenen Depotgebühren die Gewinne mehr als auffressen. Oder, oder…

Entwickeln Sie einen Plan B

Jeder Plan kann schiefgehen. Und es ist ein Zeichen von Optimismus, alle ungünstigen Möglichkeiten des Ausgangs in allen Einzelheiten zu durchdenken.

Ja, Sie haben richtig gelesen und ich möchte Sie auch keinesfalls auf den Arm nehmen. Selbstverständlich sollten Sie es nicht bei der Möglichkeit des Scheiterns belassen, sondern dann für jede einzelne Möglichkeit des Scheiterns den Ausweg überlegen, den Plan B.

Dies sollten Sie auch unbedingt am Anfang, also vor einem Investment durchführen. Sind Sie erst einmal involviert, braucht es sehr viel Disziplin, um dann nicht völlig kopflos zu handeln.

Kommt es dann zum Problem, können Sie im Idealfall zu sich selbst sagen: „Aha, das hatte ich doch durchdacht. Ich werde also die Lösung xy wie geplant umsetzen.

Kommen Sie mental zur Ruhe

Soviel zur Theorie. In der Praxis sind Sie wahrscheinlich vor allem zu Anfang Ihrer Investmentkarriere in einer solchen Situation sehr aufgewühlt. Vor allem, wenn das Problem nicht zu 100% dem zuvor durchdachten Szenario entspricht oder Sie diese Thematik zuvor gar nicht bedacht haben. Das ist völlig natürlich, denn wir leben mental immer noch sozusagen als Urmensch. Zur Angst, Geld zu verlieren (Urmensch: Gefahr des Verhungerns), kommt die Angst des Unrecht-Habens. Was besonders ausgeprägt ist, wenn Sie vorher vielen Freunden und Bekannten in schillernden Farben von Ihrem tollen Investment vorgeschwärmt haben (Urmensch: Gefahr des Ausschlusses aus der Gruppe, wenig Überlebenschance).

Stellen Sie die zwei wichtigsten Fragen

a) Was habe ich richtig gemacht?

Und wenn alles noch so sehr schiefgegangen ist: Irgend etwas haben Sie richtig gemacht. Vielleicht sogar alles, denn man kann am Kapitalmarkt auch mit perfekten Plänen Geld verlieren, weil die Wahrscheinlichkeit nie 100% beträgt. Machen Sie sich dies alles klar, denn in einer Problemphase sind Sie mental angeschlagen und brauchen jede Stütze, die Sie finden können.

Und nicht selten wird ein an sich guter Plan völlig über den Haufen geworfen, weil kleine Teile schiefgelaufen sind. Tappen Sie nicht in diese Falle.

b) Was kann ich beim nächsten Mal besser machen?

Nun fragen Sie sich, was beim nächsten Mal besser laufen sollte. Entwickeln Sie Leitsätze wie „Das Investment in Kupfer war eine gute Sache, nur sollte ich beim nächsten Mal die Entwicklung der Marktpreise stärker beachten.“ Dies ist wohlgemerkt nur ein Beispiel und keine Anlageempfehlung (ich investiere persönlich zur Zeit überhaupt nicht in Metalle und kenne daher noch nicht einmal den aktuellen Kurs von Kupfer genau). Und überlegen Sie, ob Sie allgemeine Regeln für ähnliche Märkte ableiten können. Machen Sie also nicht den gleichen Fehler z.B. bei Nickel noch einmal.

Handeln Sie, sobald Sie wieder ruhig sind

Die meisten der so entwickelten Leitsätze sind „fürs nächste Mal“, also für zukünftige Investments. Dennoch sollten Sie prüfen, ob Sie einige davon sofort anwenden können, z.B. „ich beobachte den Marktpreis ab sofort genauer und verkaufe, wenn er weitere 3% fällt“.

Generell gilt: Der erste Verlust ist der kleinste. Denken Sie an die Sache mit den Buchverlusten. Steigen Sie aus, wenn Sie mit dem heutigen Wissen nicht einsteigen würden. Und wenn Sie doch einen Neueinstieg erwägen: Machen Sie sofort einen klaren Plan für die Voraussetzungen und vermeiden Sie gebührenträchtiges Hin-und Herzocken: Der Preis steigt doch, Einstieg, verflixt, er fällt, doch raus, das war falsch, wieder rein…

Nach dem Trade ist vor dem Trade

Am ausgeglichensten sind Sie, wenn Sie nicht investiert sind oder wenn alle Ihre Investments ruhig verlaufen. Nutzen Sie diese Phase der mentalen Stärke und entwickeln Sie Ihre persönlichen Katastrophenpläne. Sie werden dankbar sein, wenn es wieder mal knallt.



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Zum Umgang mit Kunden


Vielleicht warten Sie schon gespannt auf den nächsten Artikel zum Investieren. Der heutige Beitrag hat nur mittelbar etwas damit zu tun, ist aber dennoch nicht weniger wichtig.

Kümmern Sie sich um Ihre Kunden

Von den meisten Kunden hört man nichts, bis etwas schiefläuft. Dann aber kommen Reklamationen, die manchmal nichts für Verkäufer mit schwachen Nerven sind..

Kümmern Sie sich mit höchster Priorität um diese Reklamation, denn eine Reklamation ist eine Aufforderung zum Handeln. Dieser Kunde will bleiben. Ist der Kunde bereits verloren, macht er sich in aller Regel nicht mehr die Mühe, zu reklamieren (allenfalls fordert er direkt sein Geld zurück). Die meisten Kunden, dir reklamieren, können also später wieder zu zufriedenen Kunden werden – oft sind sie sogar stärker an das Unternehmen gebunden als vorher. Natürlich nur, wenn sie sich ernst genommen fühlen.

Und: Ein zufriedener Kunde berichtet im Schnitt drei anderen Menschen von dieser Erfahrung, ein unzufriedener und enttäuschter Kunde erzählt sein Erlebnis im Schnitt 15 Mal. Gern auch über Plattformen wie ciao.de – Lassen Sie also virales Marketing auf keinen Fall gegen sich arbeiten und kümmern Sie sich. Sofort!

Der Kunde hat recht!

Und wenn die Reklamation unberechtigt war? Für diesen Fall verrate ich Ihnen ein kleines Geheimnis: Der Kunde hat recht. Immer! Jederzeit! Und sonst auch! Sagen Sie einem Kunden nie, daß er unrecht hat (nie, niemals, never ever, auf gar keine Fall…). Allenfalls kann man sich mißverstanden haben, und wenn es um das Produkt oder die Dienstleistung geht, ist es ohnehin in Ihrer Verantwortung (denn es ist Ihr Job, den Kunden das Produkt oder den Service so zu erklären, daß sie es richtig verstehen). Setzen Sie niemals Ihre Meinung „mit Gewalt“ durch. Sie können Recht behalten oder den Kunden, selten beides auf einmal.

Verstehen Sie Ihre Kunden

Die wenigsten Kunden verlangen unmöglich hohe Entschädigungen, die meisten möchten „nur“ verstanden werden. Dieses Verständnis für den Kunden ist der Schlüssel zum Erfolg. Wenn etwas schiefläuft, sind Entschuldigungen manchmal nötig, meist aber ohne weitere Ergänzungen zu schwach.

Die Probleme des Kunden sollten auch irgendwie die ihren sein. Das hat zum einen emotionale Gründe, denn der Mensch sucht fast immer nach anderen Menschen mit Gemeinsamkeiten. Aber es hat auch einen recht rationalen Hintergrund: Sehen Sie sein Problem nicht als eines an, werden Sie sich nicht kümmern. Wenn etwa Pünktlichkeit für Sie wichtig ist, aber nicht für den bestellten Taxifahrer, wird Ihr wichtiger Termin wahrscheinlich platzen.

Fühlt sich der Kunde verstanden, geht er davon aus, daß Sie „im Fall der Fälle“ auch mit vollem Einsatz für ihn da sind.

Und was sucht dieses Thema nun hier im Investment-Newsletter?

So ziemlich jeder hat in seinem Beruf mit Kunden zu tun. Selbst wenn Sie nicht wir ich selbst jahrelang im Vertriebsaußendienst tätig waren. Kunden falsch zu betreuen ist meist teuer für ein Unternehmen. Egal, ob man nun angestellt oder selbständig ist.

Selbst wenn man sich als Inhaber einer Firma auf seinen Vertrieb verläßt (so man einen solchen hat), ist es immer wieder mal erforderlich, daß der Chef selbst (mit) zum Kunden fährt – z.B. um die Wichtigkeit der Geschäftsbeziehungen zu unterstreichen. Patzt der Chef hier, kostet es womöglich direkt einen der größten und profitabelsten Kunden.

Dieses Thema ist also zunächst für alle wichtig, die ihre finanzielle Freiheit noch nicht erreicht haben. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie Ihre Rendite um zehn Prozentpunkte steigern, aber 20% weniger Einnahmen hinnehmen müssen (weil dem Unternehmer der Gewinn einbricht oder der Angestellte auf seinen gewinnabhängigen Bonus verzichten muß.

Ihre Renditewachstum fängt diesen Verlust locker auf? Dann fahren Sie doch lieber Ihren zeitlichen Einsatz zurück und arbeiten beispielsweise nur noch vier Tage pro Woche (die aber richtig), bevor Sie fünf Tage arbeiten, aber ineffizient handeln.

Und was nützt Ihnen das Ganze als reiner Investor: Beurteilen Sie z.B. Aktien auch nach dem Service des Unternehmens. Es ist kein Garant für Gewinne (denn so etwas gibt es nicht), aber es steigert die Chancen. Ist bei der Einzelhandelskette der Laden immer leer oder werde ich im Geschäft wiederholt unfreundlich behandelt oder schlecht bedient, kaufe ich die Aktie dieser Firma nicht. Egal wie gut die Zahlen sind, denn bei schlechtem Service werden diese nicht mehr lange gut sein. Als Investor sind Sie „irgendwie“ auch der Inhaber – achten Sie also darauf, wie gut „Ihr“ Verkauf funktioniert.

Das gilt übrigens auch für Anleihen, die ebenfalls mittelfristig unter Druck geraten können, wenn der Service des Unternehmens schlecht ist. Was mich zu einer interessanten Überlegung in Bezug auf Staatsanleihen führt, aber das ist ein anderes Thema.

Warum sich finanzielle Unabhängigkeit lohnt


Stellen Sie sich vor: Sie stehen morgens auf und müssen nicht zur Arbeit. Sie stehen auf, frühstücken gemütlich mit Ihrer Familie und kümmern sich dann in aller Ruhe um Ihre Investments. Ein schöner Traum? Wenn Ihnen die Vorstellung gefällt, warum arbeiten Sie nicht darauf hin?

Finanzielle Freiheit vs. Altersversorgung

Die meisten wissen: Die Rentensysteme sind am Ende. Jedenfalls früher oder später. Die gesetzliche Rentenversicherung ist eines der größten legalen Schneeballsysteme.

Denn man spart mit seinen Rentenbeiträgen nicht etwa seine eigene Rente an, sondern finanziert die heutigen Rentner. Mit anderen Worten: Es werden keine Rücklagen gebildet und man ist für seinen eigenen Ruhestand darauf angewiesen, daß zukünftige Generationen alles bezahlen. Was sie nicht können und irgendwann auch nicht mehr wollen.

Also gilt es, eigenes Geld anzusparen. Die Regierungen wissen das, denn sonst würden sie keine Programme wie die Riester-Rente fördern.

Die Frage lautet nur, ob man mit dem Ausstieg bis zum Alter warten muß. Finanzielle Unabhängigkeit kann auch in früheren Jahren ein Segen sein. Man kann Auszeiten nehmen oder auch arbeiten, je nach Gusto. Interessanterweise werden diese „freiwilligen“ Arbeitskräfte oft am besten bezahlt, was wohl daran liegt, daß sie nur Jobs annehmen, die ihnen viel Spaß machen und in denen sie deshalb so richtig gut sind.

Dürfen wir das?

Jetzt werden sicher einige mit ethischen Bedenken kommen. Wenn man von seinen Kapitalanlagen lebt, ist das nicht irgendwie unehrlich? Muß „man“ nicht für sein Geld arbeiten?

Für die großen Ideen unserer Zeit braucht man auch Unternehmer und Investoren. Also Leute, die Geld und Zeit investieren, um Ideen umzusetzen (und ganz nebenbei damit Arbeitsplätze zu schaffen.). Wer von seinen Ersparnissen lebt, investiert zwangsläufig in Projekte und Ideen, genau das, was gebraucht wird.

Das finden Sie trotzdem nicht gut? Nun, niemand zwingt Sie. Wenn Sie lieber ein Leben lang für Ihr Geld arbeiten wollen, lassen Sie sich bitte nicht aufhalten. Aber denken Sie daran, daß auch ein Vorgesetzter teilweise vom Beitrag seiner Mitarbeiter profitiert. Also kommen nur die Arbeit als freier Tagelöhner oder eine Tätigkeit am untersten Ende der Hierarchie in Frage (als „Malocher“, wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt).

Schritt 1: Träume und Ziele

Es gibt Millionäre und auch Milliardäre, die ihr Vermögen auf völlig unterschiedliche Weise aufgebaut haben. Aber eines hatten sie gemeinsam: Eine klare Vision, wohin die Reise geht und wie sie leben möchten. Und der beste Reichtum nützt nichts, wenn nicht ein beständiges Nachdenken über Sinnfragen hinzukommt.

Setzen Sie sich klare Ziele, bis wann Sie was erreicht haben möchten. Und dann arbeiten Sie daran!

Schritt 2: Auskommen mit dem Einkommen

Eigentlich banal: Wenn Sie finanziellen Wohlstand erreichen möchten, müssen Sie mehr Geld einnehmen, als Sie ausgeben. Lebe unter Deinen Verhältnissen und spare Geld. Oder erhöhe Dein Einkommen. Oder beides. Aber Achtung: Zur Verwirklichung neuer Wünsche sollte zuerst das Einkommen entsprechend steigen. Erst auf Pump toll zu leben und dann darauf zu hoffen, sein Einkommen entsprechend zu erhöhen, schafft nur eines: Überschuldung.

Schritt 3: Kapitalanlagen – welche Möglichkeiten gibt es?

Sparen: Bodo Schäfer sagt: Bezahlen Sie sich selbst, denn das tut man eigentlich, wenn man spart. Und legen Sie das Geld richtig an. Sehr risikoreiche Anlagen sollten Sie meiden, solange Sie nicht genau wissen, was Sie tun. Das Risiko wird mit Wissen und Erfahrung geringer – also: Optionen und Futures kommen nicht vom Teufel, wie manche „Vermögensexperten“ einem glaubhaft machen wollen. Aber sie erfordern Kenntnisse. Fangen Sie also klein an, wenn Sie sich an solche Dinge heranwagen – die ersten Schritte gehören außerdem in ein Demokonto mit „Spielgeld“. Und Wissen über Money-Management ist Pflicht, noch bevor Sie an Futureshandel auch nur denken.

Im Umkehrschluß alles auf ein Sparbuch zu legen, ist jedoch genauso falsch. Das Risiko solcher „sicheren“ Anlagen ist nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn die Inflation stark steigen sollte.

Eine gewisse Cashreserve z.B. auf Tagesgeldkonten würde ich dennoch empfehlen: Zum einen genug, um im schlimmsten Fall (Arbeitslosigkeit, Krankheit, etc.) ein paar Monate überleben zu können. Denn dann brauchen Sie Ihre Energie zur Jobsuche, Genesung etc. und können finanzielle Sorgen ganz sicher nicht gebrauchen. Zum anderen brauchen Sie Cash, um Gelegenheiten ergreifen zu können, wenn sie kommen.

In jedem Fall gilt: Sammeln Sie Wissen und Erfahrung. Lesen Sie allgemeine Ratgeber und Fachbücher zur Geldanlage, und arbeiten Sie die Verkaufsprospekte von Wertpapieren komplett durch, bevor Sie einsteigen. Wenn Sie den Verkaufsprospekt nicht zu 100% verstehen, sollten Sie das Wertpapier nicht kaufen. Entweder wissen Sie noch nicht genug über diese Anlageform oder die komplizierten Formulierungen kaschieren geringe Erträge bei hohem Risiko und es gilt sowieso: Finger weg.

Probieren Sie aus – erst mit Demokonten ohne echtes Geld und danach mit kleinen Beträgen, die Sie notfalls auch komplett verlieren könnten (was hin und wieder auch passieren wird). Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, aber erkennen Sie auch eventuelle Interessenskonflikte zwischen Berater und Ihnen (z.B. wenn die für Sie beste Anlage dem Berater die schlechteste Provision einbringt).

Beraten lassen bedeutet ohnehin: Die Entscheidungen treffen am Ende Sie. Vergessen Sie das niemals!

Angestellter? Freiberufler? – oder eher Investor? Unternehmer? Experte? Wie und wieviel Geld wollen Sie denn verdienen?


Welcher der im Titel genannten Gruppe wollten Sie gerne zugehören? Oder: Wie und wieviel Geld wollen Sie verdienen? Würden Sie sich gerne umorientieren – z.B. 100% mehr verdienen, aber auch mehr Risiko tragen?

Geld kann man auf verschiedene Art und Weise verdienen. Laut Systematik von Bodo Schäfer, können das die folgenden Rollen sein:

  • Angestellter oder Arbeiter (A),
  • Freiberufler (F),
  • Investor (I),
  • Unternehmer (U),
  • Experte (E),

Diese Rollen lassen sich graphisch in Form eines Sterns darstellen:

Rollen

Quelle: Bodo Schäfer: Endlich mehr verdienen. 20% mehr Einkommen in einem Jahr, Hoffmann und Campe 2002, S. 4.

Der Stern besteht aus zwei ungleichen Teilen. Der linke Teil, bestehend aus Investoren, Unternehmern und Experten steht für Wohlstand, Freiheit – verbunden mit mehr Risiken und Verantwortung. Der rechte Teil dagegen, bestehend aus Angestellten und Freiberuflern, heißt: weniger Geld bei weniger Risiko und weniger Verantwortung. Der rechte Teil beschreibt sehr gut die Maxime „Wer tut, was alle tun, wird bekommen, was alle bekommen.“

Statistisch gesehen, liegt das Verhältnis der rechten Seite zur linken Seite wie 12 zu 1, was die Menge an Personen angeht. Aber was die Menge an Geld angeht, liegt das Verhältnis wie 1 zu 12 zugunsten der linken Seite. Dies entspricht dem von Bodo Schäfer (bzw. von seinem Coach) beschriebenen Prinzip: „Reiche sind die Gemeinschaft derjenigen, die anders denken“ (und deswegen gibt es nicht so viele).

Was ist jetzt besser – bequemeres Leben und weniger Geld oder mehr Geld verbunden mit mehr Verantwortung? Die Antwort ist nicht eindeutig. Wichtig ist, festzustellen, dass es keine „beste Rolle“ gibt – jede von ihnen hat ihre Vor- und Nachteile. Noch wichtiger ist es, dass man seine Rolle bewusst auswählt.

Was charakterisiert die einzelnen Rollen? Was können sie tun, um mehr Geld zu verdienen? Hierzu gibt Bodo Schäfer die folgenden Definitionen und Möglichkeiten:

A – arbeitet für bestimmtes System. Er/Sie fordert mehr Gehalt, sucht einen Nebenjob oder wechselt den Job.

F – ist das System. Um mehr Geld zu haben, arbeitet er/sie härter.

I – investiert in bestimmtes System und hat mehr Geld, indem er/sie nach neuen Chancen bzw. Opportunitäten sucht.

U – schafft und besitzt System. Mehr Geld kann er/sie besitzen, indem er/sie Unternehmen aufbaut und dann verkauft.

E – verbessert das System und macht mehr Geld, indem er/sie sich weiterspezialisiert.

Welche dieser Rollen passt am besten zu Ihnen? Wo sehen Sie sich in einem, drei oder in fünf Jahren? Wieviel wollen Sie dann monatlich verdienen?

Es ist auf jeden Fall nicht günstig für Sie, sich lebenslang nur in einer Rolle zu befinden nur weil es sich „so gehört“ oder weil es so bequem ist.

Dirk Stiller
Magdalena Szarafin

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Mehr zum Thema „Geld verdienen – in welcher Rolle?“ finden Sie im (exzellenten) Buch von Bodo Schäfer: Endlich mehr verdienen. 20% mehr Einkommen in einem Jahr