Warum sich finanzielle Unabhängigkeit lohnt


Stellen Sie sich vor: Sie stehen morgens auf und müssen nicht zur Arbeit. Sie stehen auf, frühstücken gemütlich mit Ihrer Familie und kümmern sich dann in aller Ruhe um Ihre Investments. Ein schöner Traum? Wenn Ihnen die Vorstellung gefällt, warum arbeiten Sie nicht darauf hin?

Finanzielle Freiheit vs. Altersversorgung

Die meisten wissen: Die Rentensysteme sind am Ende. Jedenfalls früher oder später. Die gesetzliche Rentenversicherung ist eines der größten legalen Schneeballsysteme.

Denn man spart mit seinen Rentenbeiträgen nicht etwa seine eigene Rente an, sondern finanziert die heutigen Rentner. Mit anderen Worten: Es werden keine Rücklagen gebildet und man ist für seinen eigenen Ruhestand darauf angewiesen, daß zukünftige Generationen alles bezahlen. Was sie nicht können und irgendwann auch nicht mehr wollen.

Also gilt es, eigenes Geld anzusparen. Die Regierungen wissen das, denn sonst würden sie keine Programme wie die Riester-Rente fördern.

Die Frage lautet nur, ob man mit dem Ausstieg bis zum Alter warten muß. Finanzielle Unabhängigkeit kann auch in früheren Jahren ein Segen sein. Man kann Auszeiten nehmen oder auch arbeiten, je nach Gusto. Interessanterweise werden diese „freiwilligen“ Arbeitskräfte oft am besten bezahlt, was wohl daran liegt, daß sie nur Jobs annehmen, die ihnen viel Spaß machen und in denen sie deshalb so richtig gut sind.

Dürfen wir das?

Jetzt werden sicher einige mit ethischen Bedenken kommen. Wenn man von seinen Kapitalanlagen lebt, ist das nicht irgendwie unehrlich? Muß „man“ nicht für sein Geld arbeiten?

Für die großen Ideen unserer Zeit braucht man auch Unternehmer und Investoren. Also Leute, die Geld und Zeit investieren, um Ideen umzusetzen (und ganz nebenbei damit Arbeitsplätze zu schaffen.). Wer von seinen Ersparnissen lebt, investiert zwangsläufig in Projekte und Ideen, genau das, was gebraucht wird.

Das finden Sie trotzdem nicht gut? Nun, niemand zwingt Sie. Wenn Sie lieber ein Leben lang für Ihr Geld arbeiten wollen, lassen Sie sich bitte nicht aufhalten. Aber denken Sie daran, daß auch ein Vorgesetzter teilweise vom Beitrag seiner Mitarbeiter profitiert. Also kommen nur die Arbeit als freier Tagelöhner oder eine Tätigkeit am untersten Ende der Hierarchie in Frage (als „Malocher“, wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt).

Schritt 1: Träume und Ziele

Es gibt Millionäre und auch Milliardäre, die ihr Vermögen auf völlig unterschiedliche Weise aufgebaut haben. Aber eines hatten sie gemeinsam: Eine klare Vision, wohin die Reise geht und wie sie leben möchten. Und der beste Reichtum nützt nichts, wenn nicht ein beständiges Nachdenken über Sinnfragen hinzukommt.

Setzen Sie sich klare Ziele, bis wann Sie was erreicht haben möchten. Und dann arbeiten Sie daran!

Schritt 2: Auskommen mit dem Einkommen

Eigentlich banal: Wenn Sie finanziellen Wohlstand erreichen möchten, müssen Sie mehr Geld einnehmen, als Sie ausgeben. Lebe unter Deinen Verhältnissen und spare Geld. Oder erhöhe Dein Einkommen. Oder beides. Aber Achtung: Zur Verwirklichung neuer Wünsche sollte zuerst das Einkommen entsprechend steigen. Erst auf Pump toll zu leben und dann darauf zu hoffen, sein Einkommen entsprechend zu erhöhen, schafft nur eines: Überschuldung.

Schritt 3: Kapitalanlagen – welche Möglichkeiten gibt es?

Sparen: Bodo Schäfer sagt: Bezahlen Sie sich selbst, denn das tut man eigentlich, wenn man spart. Und legen Sie das Geld richtig an. Sehr risikoreiche Anlagen sollten Sie meiden, solange Sie nicht genau wissen, was Sie tun. Das Risiko wird mit Wissen und Erfahrung geringer – also: Optionen und Futures kommen nicht vom Teufel, wie manche „Vermögensexperten“ einem glaubhaft machen wollen. Aber sie erfordern Kenntnisse. Fangen Sie also klein an, wenn Sie sich an solche Dinge heranwagen – die ersten Schritte gehören außerdem in ein Demokonto mit „Spielgeld“. Und Wissen über Money-Management ist Pflicht, noch bevor Sie an Futureshandel auch nur denken.

Im Umkehrschluß alles auf ein Sparbuch zu legen, ist jedoch genauso falsch. Das Risiko solcher „sicheren“ Anlagen ist nicht zu unterschätzen, vor allem, wenn die Inflation stark steigen sollte.

Eine gewisse Cashreserve z.B. auf Tagesgeldkonten würde ich dennoch empfehlen: Zum einen genug, um im schlimmsten Fall (Arbeitslosigkeit, Krankheit, etc.) ein paar Monate überleben zu können. Denn dann brauchen Sie Ihre Energie zur Jobsuche, Genesung etc. und können finanzielle Sorgen ganz sicher nicht gebrauchen. Zum anderen brauchen Sie Cash, um Gelegenheiten ergreifen zu können, wenn sie kommen.

In jedem Fall gilt: Sammeln Sie Wissen und Erfahrung. Lesen Sie allgemeine Ratgeber und Fachbücher zur Geldanlage, und arbeiten Sie die Verkaufsprospekte von Wertpapieren komplett durch, bevor Sie einsteigen. Wenn Sie den Verkaufsprospekt nicht zu 100% verstehen, sollten Sie das Wertpapier nicht kaufen. Entweder wissen Sie noch nicht genug über diese Anlageform oder die komplizierten Formulierungen kaschieren geringe Erträge bei hohem Risiko und es gilt sowieso: Finger weg.

Probieren Sie aus – erst mit Demokonten ohne echtes Geld und danach mit kleinen Beträgen, die Sie notfalls auch komplett verlieren könnten (was hin und wieder auch passieren wird). Lassen Sie sich von Fachleuten beraten, aber erkennen Sie auch eventuelle Interessenskonflikte zwischen Berater und Ihnen (z.B. wenn die für Sie beste Anlage dem Berater die schlechteste Provision einbringt).

Beraten lassen bedeutet ohnehin: Die Entscheidungen treffen am Ende Sie. Vergessen Sie das niemals!

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